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. . . . .Orginal Foto unter: www.kanzler.de

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Sie wollten den Tod in die Wüste schicken,

jetzt soll die Willkür wieder selber sterben....

Wie gefährlich es ist, wenn wir auschliesslich unseren Tagesverstand bedienen, hat sich jetzt auch gezeigt. In der gefahrvollsten Zeit der Weltgeschichte ermüden die Tageszeitungen ihre Leser mit Kopfrechnungen. Die Publizisten wissen nicht mehr, wie man die Lage beschreibt, ihr Handwerk stammt aus einer anderen Epoche. Unbeholfene Versuche, Bush, Blair und Aznar auf einem politischen Niveau zu halten - von Staatsmännern war nie rechtmässig die Rede - laufen schief. Trotzdem gab es bisher kein einziges Blatt in Deutschland, das den eigenen Kanzler in der wahnsinnigen Angelegenheit der Kreuzritterstreiche eindeutig lobte. Etwa mit der Überschrift: "Einer flog über das Kuckucksnest!"

Der Blätterwald wirft ihm seitenlang Uneindeutigkeit vor. Das Dosenpfand taucht zwischen Krieg und Frieden auf. "In der Sache richtig, Diplomatisch falsch", lautete der Tenor, weil der Presse allgemein entging, dass die Diplomatie sich schon lange verflüchtigt hat. Die USA setzt sich schon lange vor Bushs Psychose nur unverschämt auf einen diplomatischen Stuhl, wenn es ihren eigenen Interessen dient. Wie anders sollte der Deutsche Kanzler auf diese Art der Diplomatie antworten? Wer sich auf die Ebene dieser Frage begibt, mag mit Argumenten nach Antworten suchen, aber er befindet sich dann auf gleicher Stufe mit den Kriegstreibern. Im Argument selber liegt schon die Gewalt. Um ohne Krieg zu leben, dazu brauchte es bisher noch keine Argumente. Nun ist ein Für und Wider den Wahnsinn entstanden, den die Medien mit klugen Köpfschüssen veranstalten. Ein einziger Politiker hat sich vorab der Vernunft ergeben und darf dafür den Tiefsststand auf seiner Beliebtheitsskala im eigenen Land verzeichnen. Es ist grotesk, seitdem uns die Dose wichtiger ist als der Duft.

Die amerikanischen Medien schrieben nach Powells Auftritt für einen Irak-Krieg einhellig, "auch der letzte Zweifler sei vom Gewicht der Beweislast jetzt bekehrt" worden. Man muss sich das Ausmass dieses kollektiven Wahnsinns vorstellen: sie führen der Welt vor, was es alles nicht braucht, um in den USA verurteilt zu werden - und sind bekehrt! Powells Kriegstrommel, ein paar dreiste Anschuldigungen und das Duplikat eines Studenten aus dem Internet sollten ausreichen, um ein ganzes Land mit 23 Millionen Einwohnern zu bombardieren. Es zeigt nur, dass es überhaupt nichts mehr braucht, um als Einzelperson in den USA auf den Elektrischen Stuhl zu gelangen? Und warum die Gewinner einer Lotterie den Gewinn einer Reise nach Florida einfach ausschlagen. Nach dem Fiasko der satten Gewinne mit geballtem Börsenwissen lügen cnn, n-tv und fox weiter darauflos, mit Geschrei sind sie von "Wertpapieren" auf die Vermarktung Nahrungergänzung, dvd-Player und Staubsauger umgestiegen. Zu eintausend Produkten schreit die gleiche Marktfrau am Fernseher: "Das ist jetzt wirklich einmalig!" Einmalig dürfte sowas vor allem für den Zuschauer sein.

Kassandra Maischberger vom cnn-partner ntv lädt unverdrossen einen Leerlauf nach dem anderen in ihre Sendung ein, damit tapfer dem Monolog zum Krieg gelauscht wird. Eine unbeschreibliche Miniatur der Condoleezza Rice von Seiten der FDP kommt dort zu Besuch, um ihre unappetitliche Verstopfung loszuwerden. Dann schaukeln die Minen der Botschafter aus den USA und England in Germany herein. Dann rauscht die Opposition in Sachen Pocken an. Pocken werden zum ernsthaften Thema gemacht, obschon jeder beliebige Arzt weiss, dass nicht einmal die Ansteckung sicher ist, und Pockenviren als "Mittel der Wahl" für einen möglichen Terroranschlag mit Sicherheit ausscheiden. Dann erscheint Volker Rühr von der CDU mit einem blau angestrichenen Text, der beweisen soll, dass ein Angriffskrieg aufgrund alter Resolutionen gerechtfertigt sei und das Völkerrrecht nicht tangiert werde. Man muss sich diesen Filmriss einmal vorstellen: in den USA werden 93 % aller Prozesse dieser Welt geführt und ein ehemaliger Deutscher Verteidigungsminister kommt vor einem Angriffskrieg auf ein fremdes Land mit seinem blauen Filzstift daher, um den Staatsterror in zwei Sätzen zu legitimieren! Es ist offenkundig, dass die Gesprächspartner nicht mehr wissen, worüber sie reden. Bis vor Kurzem schwärmten einige noch zu Recht davon, wie gut Frau Maischberger doch zuhören könne. Nun hört man sprachlos zu, wohin Zuhören führen kann. Zu Leibhaftige hat sie viel zu schnell eingeladen. Das angeblich Ernsthafte ist unangenehm und widerlich geworden.

Man wird vor die Wahl gestellt, entweder Amerikaner oder Muslim zu werden? Die hohle Argumentation der Kriegstreiber "vermisste während der Friedensdemo ein Statement gegen den Diktator" - was halt beweist, wie schnell man sich mit Argumenten gegen den Krieg und für den Frieden auf die Ebene der Kriegslustigen begibt. In ihrem Zweckrealismus nehmen sie an, es sei gegen Bush demonstriert worde, weil junge Leute, die von versagenden Autoritäten gerne ein Bild zeigen, Bushs Konterfei trugen. Weder Bush noch Hussein sind aber eine Demonstration wert - es ging um den Frieden und gegen den Krieg! Wie erklärt man sowas den beobachtenden Medien?

Die freie Presse betäubt sich selber. Wie in der letzten Sendung (22.2.03) von Alfred Biolek, wo der Chefredakteur vom Tagesspiegel in Hamburg, Herr Di Lorenzo, unter einer Valiumglocke aufwacht, um "als Beobachter der Friedensdemo" die Resolutionen zum Irak gegen die Tätigkeit des Roten Kreuz anzuführen. Man schüttelt den Kopf. Eine Mixtur von Dosenpfand und 12 Millionen irakischen Kindern und zivilen Kriegsopfern wird von den Medien zur Antwort verpackt, indem sie Tonnen und Zahlen von Sprengstoff und Toten auf Zeitungs- und Resolutionspapier nachliefert, die ohnehin längst bekannt sind. Normalerweise werfen solche Antworten ungeheuerliche Fragen auf, - doch diesmal mitnichten, für die Medien sind es bereits Resultate, Endstationen. Die freie Presse ist offenbar überzeugt, dass sie nicht ohne diesen Krieg auskommen wird. Aber eigentlich wollten alle nur den Tod in die Wüste schicken, doch vorerst müssen wir wieder selber sterben, die Triebwelt war nicht einverstanden damit.

Inzwischen kann aber niemand mehr Schröders Kurs ernsthaft kritisieren - tatsächlich gelobt wird er aber auch nicht. Das Dosenpfand ist wieder an der Reihe. Man kann nur auf die Idee kommen, dass der Mensch sich gar nicht ernsthaft Frieden wünscht. Sogar Astrologen schrieben in Medien und Internet von einem unvermeidlichen Krieg, weil Saddam Husseins Horoskop im zeitlichen Mittelwert als Combin zwischen Bushs und Scharons Horoskop liege. Sie vergassen, was Husseins Sonne-Uranus- Konjunktion tatsächlich bedeutet: Während Sonne-Uranus völlig ruhig bleibt, rennt die Umwelt aufgeregt mit Herzattacken herum! Das gleiche Planetenbild hat die USA, aber auch George W. Bush selber im Horoskop! In der Progression der USA steht die Sonne bei 29° Grad Wassermann in Konjunktion zum laufenden Uranus. Also auf der Weltachse vom Wassermannzeitalter!

 

Die Weltachse im Menschheitshoroskop

Der Aszendent als Weltachse des Wassermannzeitalters befindet sich auf 29° Grad Wassermann - einstellbar mit einem Meridian für jeden Ort auf dieser Erde.

Während der letzten 7 Jahre ging nun der Uranus durch das 12. Haus und das Zeichen Wassermann im kollektiven Horoskop. Mit der Willkür (Uranus als Wille in menschlicher Form) trat der Terror aus dem Geheimen (Haus 12) an den Tag. Mit ihm ist aber jede andere Form der Willkür ebenfalls geheimnisvoll geworden. Das Arztgeheimnis, das zum Bankgeheimnis wird, wurde abgelöst von allen anderen Geheimnissen, die man jetzt sehen kann und die man noch immer nicht glaubt. Die Leute glaubten tatsächlich an eine grosse Verbrüderung im Zeichen des Wassermanns, die dann auch eintrat und anders als der Sänger Herbert Grönemeyer felsenfest glaubt und vermutet, uns erst noch bevorstehe, - nein, sie ist bereits Wirklichkeit geworden! Zuerst kam nämlich das "Alle Menschen werden Brüder" in Form einer weltweiten Allianz gegen den Terror auf uns zu, just als Uranus durch den Wassermann ging. Es ist schon alles erfüllt! Die progressive Sonne der USA steuert auf 29° Grad Wassermann zu - auf den Weltaszendenten. Der laufende Uranus hockt jetzt im Transit auf der Sonne der USA. Die Widersprüchlichkeit zwischen dem Willen zur Führung und der Willkür und Ohnmacht derer, die Gewalt anstreben, könnte deutlicher nicht sein.

Die zwiespältige Haltung einerseits zur friedlichen Entwaffnung auf Seiten der EU, und die gleichzeitigen Drohung wiederum aus dem England der EU und den USA, dass sie ohnehin und auf jeden Fall zuschlagen werden, verhindern nicht nur einen Erfolg. Sie sind der Grund dafür, dass der Irak unter diesen Umständen seine Waffen gar nicht vernichten kann. Es sei denn, es wird davon ausgegangen, dass sie sich zuerst freiwillig entwaffenen sollen, um dann auch noch freiwillig zu sterben! Was ist das für eine Strategie? Dass das Irakische Regime unter diesem Druck letztlich Biowaffen einsetzen wird, wurde offenbar einkalkuliert. Man will das Böse unbedingt und mit allen Mitteln auf die Aktionsebene zwingen, damit der Weg frei wird zur Weltherrschaft.

Genau jetzt - beim Übergang des Uranus in die Fische - löst sich der Wille, bloss leider mit ihm nicht auch die Willkür, auf. George W. Bush hat zu dieser Zeit die absolut gleiche progressive Konstellation wie sie Saddama Husseins Geburtshoroskop aufweist. Er will an seine Stelle rücken - aber über die ganze Welt! (Siehe Bilder Direktvergleich: Hussein/Bush

Linear aus dem Programm: Ariadne

Uranus vor dem Eintritt ins Zeichen der Fische

morgen hier!


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Der Anfang vom Ende der Nato im Horoskop 2003

Februar 2003